„Stress ist Erwartungsdruck“

Stress ist Erwartungsdruck

Wie oft sagen wir nicht in unse­rem All­tags­le­ben „Ich habe Stress“ oder „Das war ganz schön stres­sig“? Ich neh­me an, dass fast jeder von Ihnen – wer­te Lese­rin, wer­ter Leser – die­se Aus­drucks­form ken­nen und wohl auch selbst anwen­den. Aber was ist da eigent­lich mit gemeint? Ist es ein kör­per­li­cher Zustand, der als unan­ge­nehm emp­fun­den wird? Oder …

„Das Kreuz mit der Langeweile“

Es ist schon frap­pie­rend, wie häu­fig einem in Coro­na-Zei­ten der Begriff „Lan­ge­wei­le“ über den Weg läuft. Auch das Inter­net ist voll davon. Aber das Phä­no­men der Lan­ge­wei­le wird fast immer unter einem bestimm­ten Gesichts­punkt betrach­tet: es sei ein uner­träg­li­ches Gefühl, das man schnell los­wer­den müs­se. Es wer­den Tipps, Rate­spie­le und Beschäf­ti­gungs­vor­schlä­ge en mas­se ange­bo­ten. Vor allem Kin­der dür­fen sich nicht …

„Das Märchen vom „Bruder Stress“ und „Schwester Entspannung““

„Es war ein­mal ein jun­ger Mann, der ging in die Welt hin­aus, um gro­ße Aben­teu­er zu erle­ben. Er lechz­te danach, sei­ne Fähig­kei­ten unter Beweis zu stel­len – er woll­te es allen zei­gen und stolz auf sich sein! Da geschah es, dass er in eine wun­der­schö­ne Stadt kam, mit hohen Tür­men und Zin­nen. Auf denen waren Zei­chen ange­bracht, wie „DB“ oder …

„Zur Entstehung von Vorurteilen und Feindbildern Teil 1“

Feind­bil­der hat es in der His­to­rie schon immer gege­ben, sie sind auch gegen­wär­tig vor­zu­fin­den und wer­den das auch immer blei­ben – aller­dings ver­bun­den mit einem Wech­sel der Inhal­te. Die­ser Wech­sel der Inhal­te eines Feind­bil­des, bzw. die Fra­ge, wor­auf sich ein Feind­bild bezieht, oder die Fra­ge, wie­so ganz bestimm­te Adres­sen (Objek­te, Grup­pen) für die Ent­ste­hung von Feind­bil­dern „bevor­zugt“ her­an­ge­zo­gen wer­den, soll …

„Die Diktatur des Virus: Grenzen und Grenzbrüche“

Es gibt ein schö­nes For­schungs­er­geb­nis im Zusam­men­hang mit Krea­ti­vi­tät, Erfolg und Über­schrei­tung von Ver­kehrs­re­geln (lei­der habe ich die Quel­len­an­ga­be nicht mehr parat). Unter­sucht wur­de, inwie­weit das Über­schrei­ten von Regeln bei Taxi­fah­rern inner­halb eines gewis­sen Rah­mens zu einem Vor­sprung gegen­über den­je­ni­gen füh­ren kann, die sich immer strikt an die Regeln hal­ten. Wahr­schein­lich wür­den wir vom All­tags­ver­ständ­nis her auch sofort anneh­men, dass …

„Ekstase und Übung“

„Die Aus­schwei­fung führt zum Palast der Weis­heit“. Wil­liam Bla­ke. (orig.  The road of excess leads to the palace of wis­dom.)
„Übung macht den Meis­ter“. Deut­sches Sprich­wort.

Im Leben stellt sich immer wie­der die Fra­ge – und dies von uns selbst aus­ge­hend, oder von Außen an uns her­an­ge­tra­gen – wel­chen Prin­zi­pi­en für unse­re Lebens­füh­rung wir fol­gen wol­len. Mir ist natür­lich bewusst, …

„Der „Gläserne Patient“ im Gesundheitswesen“

Anfang der 80er Jah­re habe ich mit mei­ner psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Tätig­keit begon­nen. Schon damals (und erst recht damals) war die psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Behand­lung Vor­ur­tei­len und nega­ti­ven Bewer­tun­gen aus­ge­setzt. Ich erin­ne­re mich, dass vor allem von beam­te­ten Pati­en­ten der Wunsch geäu­ßert wur­de, pri­vat zu bezah­len, um nicht mit ihren per­sön­li­chen Daten in irgend­ei­nem Sys­tem zu lan­den, das die­se Infor­ma­tio­nen zu eige­nen Zwe­cken wei­ter­ver­ar­bei­ten …

„Über das Selbst #2“

Um den Begriff des „Selbst“ zu ver­ste­hen, kön­nen wir ihn auch von zusam­men­ge­setz­ten Begrif­fen, in denen das Wort „Selbst“ vor­kommt, abgrenzen:

Bei­spie­le sind:

1. Das „Selbst-Kon­zept“: Ein Kon­zept des eige­nen Selbst hat man, wenn man Ideen dar­über ent­wi­ckelt, wer man ist und wenn man wie­der­keh­ren­de Ver­hal­tens­wei­sen erwirbt, die zu einem selbst „pas­sen“ – oder

2. Das „Selbst-Ide­al“: Hier ent­wi­ckelt man Ideen dar­über, …

„Über das Selbst #1“

Benut­zen wir nicht alle ab und an Begrif­fe wie „Selbst­be­wusst­sein“, „Selbst­ver­wirk­li­chung“ oder ein­fach nur das Wort „Selbst“, z.B. in der Auf­for­de­rung „Bleib du selbst!“? Aber was ist eigent­lich mit die­sem Begriff gemeint? Was genau ist denn eigent­lich die­ses „Selbst“, über das wir manch­mal nach­den­ken oder das wir desöf­te­ren und „selbst“-verständlich herbeibemühen?

Oft ist es ja ein­fa­cher zunächst ein­mal zu defi­nie­ren, …

„Angst und Begegnung“

Isa­bel zu Pierre in Mel­vil­les Roman „Pierre oder die Doppeldeutigkeiten“

Es ist nur so, wenn Men­schen sich wei­gern, das Unge­wöhn­li­che in man­chen Per­so­nen anzu­er­ken­nen und auch die Umstän­de, die sie umge­ben, dass dann fal­sche Vor­stel­lun­gen genährt wer­den, und ihre Gefüh­le ver­letzt wurden.

(It is only when peop­le refu­se to admit the uncom­mon­ness of  some per­sons  and the cir­cum­s­tan­ces sur­roun­ding them, …

Der psychologische Gedanke