„Corona und die Tabuisierung des Generationenkonfliktes“

In die­sem Bei­trag möch­te ich die The­se auf­stel­len, dass es im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Kri­se ein tabui­sier­tes The­ma gibt, wodurch eine kla­re­re Ein­schät­zung und auch Bewäl­ti­gung der Lage ver­hin­dert wird. Die­ses Tabu besteht in dem Ver­bot, sich über ethisch-mora­li­sche Kon­se­quen­zen in Bezug auf einen vor­lie­gen­den Genera­tio­nen­kon­flikt offen aus­zu­tau­schen und auch mit allen gesell­schaft­lich rele­van­ten Grup­pen öffent­lich zu diskutieren. 

Hin­ter­grund ist, dass von …

„Zur Lösung alter Traumata und falscher Abhängigkeiten. #Spinoza 4“

In sei­nem zwei­ten Lehr­satz weist Spi­no­za zunächst auf die Macht unse­rer Gedan­ken hin, sei­en sie nun posi­ti­ver oder nega­ti­ver Art. Wenn die­se Gedan­ken mit einer äuße­ren Ursa­che ver­knüpft wer­den, so fol­gen dar­aus bestimm­te Emo­tio­nen oder Gefüh­le bzw. Kör­per­emp­fin­dun­gen. So führt z.B. der Gedan­ke, dass man sich nach einer zurück­lie­gen­den Demü­ti­gung (= äuße­re Ursa­che) nicht weh­ren konn­te („Ich war schwach und …

„Corona und Verschwörungstheorien (Herkunft des Virus)“

Es ist nach­voll­zieh­bar, dass sich um das Coro­na Virus inzwi­schen vie­le Ver­schwö­rungs­theo­rien ran­ken. Denn immer dann, wenn der Mensch sich mit star­ker Unsi­cher­heit von Außen bedroht fühlt, neigt er dazu, ein­fa­che Erklä­run­gen her­an­zu­zie­hen, um ein Gefühl von Sicher­heit zu bekom­men. Eine Ver­schwö­rungs­theo­rie ist immer dann „attrak­tiv“, wenn man damit eige­ne Ängs­te, nega­ti­ve Emo­tio­nen oder Gefüh­le der Min­der­wer­tig­keit, des Nicht-Dazu­ge­hö­rens, der …

„Zur Etablierung von Homeoffice in der Nach-Corona-Zeit“

Gegen­wär­tig wer­den Stim­men laut (so die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Kat­rin Göring-Eckardt der Nach­rich­ten­agen­tur AFP) , die ver­lan­gen, dass nach Über­win­dung der Coro­na­kri­se für die Arbeit­neh­mer ein Recht auf die Anwen­dung von Home­of­fice – also dem Arbei­ten zu Hau­se am Bild­schirm im Gegen­satz zur „ana­lo­gen“ Büro­ar­beit – ein­ge­rich­tet wer­den sollte. 

Die­ser ange­streb­ten Ent­wick­lung soll­te mit äußers­ter Skep­sis begeg­net wer­den. Mei­nes Erach­tens …

„Das Zusammenspiel von Geist und Körper. #Spinoza 3“

In sei­nem ers­ten Lehr­satz ent­wi­ckelt Baruch de Spi­no­za eine Theo­rie zum Zusam­men­wir­ken zwi­schen Geist und Kör­per und behan­delt damit das uralte Leib-Seele-Phänomen.

Fort­set­zung des Kapitels:

Über die Macht der Erkennt­nis, oder die mensch­li­che Freiheit

Ers­ter Lehrsatz

So wie die Gedan­ken und die Ideen der Din­ge im Geis­te sich ord­nen und ver­ket­ten, genau eben­so ord­nen und ver­ket­ten sich die Erre­gun­gen des

„Das Prinzip von Ursache und Wirkung. #Spinoza 2“

Baruch de Spi­no­za beschäf­tigt sich in sei­ner zwei­ten Grund­the­se mit dem Ver­hält­nis zwi­schen Ursa­che und Wirkung. 

Fort­set­zung des Kapitels:

Über die Macht der Erkennt­nis, oder die mensch­li­che Frei­heit

Axi­om II

Das Ver­mö­gen der Wir­kung wird durch das Ver­mö­gen der Ursa­che selbst bestimmt, sofern ihr Wesen durch das Wesen der Ursa­che selbst erklärt oder bestimmt wird.

Dies ist die zwei­te, grund­le­gen­de …

„Der (nicht nur) psychologische Gedanke“

In der the­ra­peu­ti­schen Pra­xis wird sel­ten nur nach einer ein­zi­gen Theo­rie vor­ge­gan­gen. Die Pro­ble­ma­tik des Hil­fe­su­chen­den ver­langt über­ge­ord­ne­tes Wis­sen und die Her­an­zie­hung ver­schie­de­ner Wis­sens­ge­bie­te: neben der Psy­cho­lo­gie sind dies vor allem die Sozio­lo­gie, Geschich­te, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft, Teil­be­rei­che der Medi­zin, Poli­tik­wis­sen­schaft aber vor allem auch die Phi­lo­so­phie. Gera­de letz­te­re kann dem The­ra­peu­ten / der The­ra­peu­tin wert­vol­le grund­le­gen­de Annah­men über die Natur mensch­li­chen …

„Über psychologische Konflikte und die Integration scheinbar unvereinbarer Gegensätze. #Spinoza 1“

Baruch de Spi­no­za hat eine logisch auf­ge­bau­te Theo­rie mensch­li­cher Affek­te, des Geis­tes (also des Den­kens), der Kör­per­emp­fin­dun­gen und des dar­aus resul­tie­ren­den Han­delns ent­wi­ckelt. Die­se logisch auf­ge­bau­ten The­sen möch­te ich her­an­zie­hen, um eine bes­se­re Ein­sicht in die eige­ne, see­li­sche Ver­fas­sung bzw. das eige­ne psy­chi­sche Lei­den zu ermöglichen.

Spi­no­zas Theo­rie (Ethik) folgt dabei einem logi­schen Auf­bau von Axio­men, Lehr­sät­zen und Beweis­füh­run­gen. Unter …

„Was passiert, wenn man Aggression nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst richtet?“

Die Wut ist eine Emo­ti­on, die nach Außen drängt. Sie will und muß sich Bahn schla­gen, eine ener­ge­ti­sche Ladung, die sich befrei­en will. Wir haben gese­hen, wie man sie in gesun­de Aggres­si­on umwan­deln kann: Indem man der Situa­ti­on ent­spre­chend ange­mes­sen reagiert. 

Aggres­si­on läßt sich manch­mal auch in etwas Krea­ti­ves umwan­deln. Beim Malen eines Bil­des, beim Wett­kampf im Sport, hier gibt …

„In welchem Maß ist Aggression noch gesund und ab wann ist sie schädlich?“

Was „gesun­de“ Aggres­si­on betrifft, haben wir ver­sucht zu zei­gen. Was aber ist „schäd­li­che“ Aggression? 

Hier­zu kön­nen wir die grund­sätz­li­che Über­le­gung ein­füh­ren, dass eige­ne Wün­sche, wenn sie frus­triert oder nicht erfüllt wer­den, unwei­ger­lich zu der Emo­ti­on „Wut“ füh­ren. Jetzt kommt es dar­auf an: was genau sind das für eige­ne Wün­sche? An wen rich­ten sie sich? 

Und vor allem: Sind die­se Wün­sche in …

Der psychologische Gedanke