„Angst und Panik“

Definition: Worum geht es bei Angst und Panikattacken?

Die Begrif­fe Angst und Panik bezie­hen sich auf ein unan­ge­neh­mes Gefühl von Besorg­nis, Anspan­nung, Unbe­ha­gen oder Furcht. Es kann von kör­per­li­chen Sym­pto­men wie Herz­klop­fen (schnel­ler Herz­schlag), Schwit­zen, Zit­tern, Schwin­del, Übel­keit beglei­tet sein.

Eine Panik­at­ta­cke tritt plötz­lich und uner­war­tet auf. Sie erle­ben inten­si­ve Gefüh­le von Schre­cken, Angst oder Kon­troll­ver­lust zusam­men mit kör­per­li­chen Sym­pto­men wie schnel­ler Herz­fre­quenz, Brust­schmer­zen, Atem­be­schwer­den, Taubheit.

 Einleitung

Angst und Panik sind zwei Emo­tio­nen, die im Umgang mit Angst­stö­run­gen oft ins Spiel kom­men. Bei­des sind nega­ti­ve Emo­tio­nen, die dazu füh­ren kön­nen, dass wir über­re­agie­ren oder aus Angst han­deln. Angst und Panik kön­nen auch durch bestimm­te Situa­tio­nen wie öffent­li­ches Reden, Auto­fah­ren, Flie­gen und sogar durch eine Situa­ti­on wie z.B. die Sicher­heits­kon­trol­le am Flug­ha­fen aus­ge­löst werden. 

Angst ist ein häu­fi­ges Pro­blem, das Mil­lio­nen von Men­schen betrifft. Zu den Sym­pto­men gehö­ren Ner­vo­si­tät, Angst oder Sor­ge, Schlaf­stö­run­gen und leich­te Erschro­cken­heit. Angst­stö­run­gen sind psy­chi­sche Erkran­kun­gen, die die Art und Wei­se beein­flus­sen, wie Men­schen ihre Umge­bung wahr­neh­men und dar­auf reagieren.

Unterschied zwischen Angst und Panik

Obwohl sowohl Angst- als auch Panik­at­ta­cken For­men emo­tio­na­ler Belas­tung sind, unter­schei­den sie sich dar­in, wie lan­ge sie andau­ern und was sie verursacht.

Men­schen, die unter Angst lei­den, haben wie­der­keh­ren­de Gedan­ken über zukünf­ti­ge Ereig­nis­se, die sie ängst­lich machen. Die­se Gedan­ken wer­den anti­zi­pa­to­ri­sche Angst genannt.

Eine Per­son, die unter Panik lei­det, hat einen plötz­li­chen Beginn über­wäl­ti­gen­der Angst und Unbe­ha­gen, was zu kör­per­li­chen Sym­pto­men wie Kurz­at­mig­keit, Zit­tern, Herz­ra­sen, Ersti­ckungs­ge­füh­len, Brust­schmer­zen usw. führt.

Ursachen: Wie entstehen Angststörungen?

Angst­stö­run­gen wer­den nicht durch eine Sache ver­ur­sacht, son­dern durch vie­le Din­ge. Eini­ge Fak­to­ren, die zu Angst­stö­run­gen bei­tra­gen, sind Gene­tik, Umwelt, Lebens­er­fah­run­gen und Medikamente.

Gene­tik: Stu­di­en zei­gen, dass Angst­stö­run­gen eine star­ke gene­ti­sche Kom­po­nen­te haben. Mit ande­ren Wor­ten, wenn Ihre Eltern Angst­stö­run­gen hat­ten, besteht eine gute Chan­ce, dass Sie es auch werden.

Umge­bung: Ihre Umge­bung spielt eine gro­ße Rol­le dabei, ob Sie Angst­stö­run­gen ent­wi­ckeln. Wenn du in einem Zuhau­se auf­wächst, in dem es wenig Lie­be gibt, Respekt fehlt und Regeln stän­dig gebro­chen wer­den, ist es wahr­schein­lich, dass Sie ängst­lich werden.

Lebens­er­fah­run­gen: Vie­le Men­schen mit Angst­stö­run­gen wur­den als Kin­der schlecht behan­delt oder ver­nach­läs­sigt. Die­ses Trau­ma kann spä­ter im Leben zu Angst­stö­run­gen führen.

Behandlung von Angststörungen

Mit der rich­ti­gen Behand­lung und The­ra­pie kön­nen Angst­stö­run­gen kon­trol­liert wer­den. Oft kön­nen sie voll­stän­dig ver­schwin­den. Es gibt ver­schie­de­ne Tech­ni­ken, die Ihnen hel­fen kön­nen, Angst und Panik zu überwinden.

Kogni­ti­ve Ver­hal­tens­the­ra­pie:  Die­se Form der Psy­cho­the­ra­pie (s.u.) hilft Ihnen, nicht hilf­rei­che Denk­mus­ter und Ver­hal­tens­wei­sen zu ändern, damit Sie beque­mer leben kön­nen. Es lehrt Sie neue Wege der Stress­be­wäl­ti­gung und zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihren Ängs­ten umge­hen können.

Expo­si­ti­on und Reak­ti­ons­prä­ven­ti­on: Expo­si­ti­ons- und Reak­ti­ons­prä­ven­ti­on (ERP) bedeu­tet, sich gefürch­te­ten Rei­zen aus­zu­set­zen und gleich­zei­tig alle Reak­tio­nen zu ver­mei­den, die einen Angriff aus­lö­sen könn­ten. ERP wird zur Behand­lung von Pho­bien und Zwangs­stö­run­gen eingesetzt.

Medi­ka­men­te: Medi­ka­men­te sind manch­mal not­wen­dig, um schwe­re Fäl­le von Angst zu behan­deln. Sie kön­nen auch die Häu­fig­keit von Anfäl­len ver­rin­gern. Es ist jedoch wich­tig, sich dar­an zu erin­nern, dass die­se Medi­ka­men­te Angst­stö­run­gen nicht hei­len und auch abhän­gig machen können.

Psy­cho­the­ra­pie: Psy­cho­the­ra­pie ist eine wei­te­re Form der Behand­lung von Angst­stö­run­gen. Es geht dar­um, mit einem The­ra­peu­ten über die Ver­gan­gen­heit zu spre­chen, um dadurch die Gegen­wart bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen. Es geht danach dar­um, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen, um all­täg­li­che Situa­tio­nen bes­ser zu bewäl­ti­gen. Schließ­lich geht es dar­um, nega­ti­ves Den­ken in posi­ti­ves Den­ken umzu­wan­deln. Das Ziel der Psy­cho­the­ra­pie ist es, Ihnen bei­zu­brin­gen, Ihre Emo­tio­nen und Ihr Ver­hal­ten wie­der gut zu kontrollieren.

Hier geht es zu einer aus­führ­li­chen Beschrei­bung des The­mas „Angst, Pho­bie und Panik“

Und hier zum Pre­mi­um­text „Angst als Phä­no­men unse­rer Zeit“

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