Das Versprechen des totalen Überflusses – Elon Musk über die KI im Jahr 2036

Abstraktes Diagramm auf dunkelblauem Hintergrund: ein strahlendes goldenes Zentrum sendet Pfeile nach außen zu passiven, isolierten blauen Punkten — das Versprechen des Überflusses ohne Verbindung. Ein einzelner grüner Punkt unten rechts bewegt sich in eigener Richtung — der spinozistische Gegenentwurf.

Über ein Ver­spre­chen, das die fal­sche Fra­ge beantwortet


Das Versprechen

Im Juli 2026 gab Elon Musk dem Eco­no­mist ein Inter­view, das eini­ge Auf­merk­sam­keit erregt hat. Sei­ne Kern­the­se: Bis 2036 wer­den KI und Robo­ter so vie­le Güter und Dienst­leis­tun­gen pro­du­zie­ren, dass kein Mensch mehr alles kon­su­mie­ren könn­te, was ver­füg­bar wäre. Geld wür­de dann kei­ne Rol­le mehr spie­len. „You want money for …

Die Angst vor der KI. Wer löscht hier eigentlich wen aus?

Viele kleine menschliche Punkte (verstreut links), die alle gestrichelte Pfeile auf ein einziges großes, kaltes Zentrum richten — die KI als Großer Anderer. Die Punkte sind nicht untereinander verbunden, sondern ausschließlich auf das Zentrum ausgerichtet — das ist die Grammatik des passiven Affekts, die der Text beschreibt. Unten links ein einzelner Punkt in Amber, dessen Pfeil in die andere Richtung zeigt — der Spinoza-Moment der Erkenntnis.

Im Zusam­men­hang mit der Angst vor der KI wer­dem immer wie­der Schre­ckens­sze­na­ri­en in die Welt gesetzt. Aber wer wird hier eigent­lich adressiert?


Ein Satz, der etwas versteckt

„In den nächs­ten Jah­ren könn­te eine KI die gesam­te Mensch­heit aus­lö­schen.“ Sol­che Inhal­te wer­den inzwi­schen nicht mehr nur in Sci­ence-Fic­tion Fil­men ver­brei­tet. Sie ste­hen in Zei­tungs­in­ter­views, in Anhö­run­gen vor Par­la­men­ten, in offe­nen …

Angst vor dem Tod? Der freie Mensch denkt nicht an den Tod

zwei Hälften, getrennt durch eine senkrechte Linie. Links: ein dunkles Gravitationszentrum, das Subjekt schaut zurück. Rechts: offene Pfeile in verschiedene Richtungen, lichte Punkte die sich entfalten. Die Entscheidung der Aufmerksamkeit als Bild.

Über die Angst vor dem Tod und den pro­vo­kan­tes­ten Satz der Ethi­ca – und war­um er kein Auf­ruf zur Ver­drän­gung ist


Ein Satz, der sich falsch anfühlt

Der 67. Lehr­satz aus dem vier­ten Teil der Ethi­ca klingt beim ers­ten Lesen selt­sam – fast naiv:

„Der freie Mensch denkt an nichts weni­ger als an den Tod, und sei­ne Weis­heit ist nicht eine Betrach­tung

Warum echte Nähe heute so schwerfällt – und warum das nicht dein Fehler ist

Von links nach rechts: Erst hält ein Rahmen das Netz zusammen, jeder Knoten trägt den anderen. Dann bricht der Ring, die Fäden reißen. Rechts schweben die Punkte einzeln – verbunden ist nichts mehr, nur ein dünner Faden tastet zurück.

Alte Freund­schaf­ten schla­fen ein. Mit den Eltern redet man freund­lich anein­an­der vor­bei. Und jede Ver­ab­re­dung fühlt sich an wie eine klei­ne Ver­hand­lung. Man denkt schnell, man habe etwas falsch gemacht. Dabei fällt ech­te Nähe heu­te fast allen schwer – und das hat einen Grund, der nicht in dir zu fin­den ist.

Fang mit einem Anruf an. Du tele­fo­nierst mit jeman­dem, den …

Kollektiver Wahn – Wenn Überzeugungen sich der Realität verweigern

18 Masse-Punkte im Oval, alle Pfeile auf einen einzelnen isolierten Punkt gerichtet. Die Punkte sind untereinander verbunden (Kollektiv), aber kein Pfeil zeigt woanders hin — das ist der Sündenbockmechanismus.

Kol­lek­ti­ver Wahn und die damit ver­bun­de­ne Fak­ten­re­sis­tenz, Feind­bil­der und die Fra­ge, war­um das immer wie­der passiert


Das Rätsel der unerschütterlichen Gewissheit

Du kennst das Mus­ter. Jemand ist abso­lut über­zeugt – und kein Argu­ment dringt durch. Nicht weil die Per­son dumm wäre. Nicht weil sie bös­wil­lig ist. Son­dern weil die Über­zeu­gung eine ande­re Funk­ti­on hat als das Abbil­den von Rea­li­tät. Sie …

Nimm ihm die Rolex und den Porsche — und alles wird gut?

Klingbeil, die Rolex und der Neid, gelesen mit Spinoza und Lacan

Kling­beils Kampf­an­sa­ge gegen den Steu­er­be­trug ver­spricht Gerech­tig­keit. Sie bedient den Neid. Eine Ana­ly­se mit dem Phi­lo­so­phen Baruch de Spi­no­za und dem Psy­cho­ana­ly­ti­ker Jac­ques Lacan.

Ein Finanz­mi­nis­ter sitzt vor einer schlaff hän­gen­den Deutschland­fah­ne, dahin­ter ein Green­screen. Dazu dra­ma­ti­sche Musik. Die Arme vor der Brust ver­schränkt, der Blick fest. Dann der Satz, der durch die Netz­wer­ke jagt: „Gemein­sam sind wir stark und …

Der Tango der Geschlechter: Wer hat die Macht in der Beziehung?

Dunkles Sternenfeld, ein warmer und ein kühler Knoten von ähnlicher Helligkeit, verbunden von zwei geschwungenen Linien; auf der oberen ein heller Punkt zwischen beiden – Sinnbild für die Führung, die im Tango wandert.

Das Spiel der Geschlech­ter wird oft erzählt wie ein Krieg: Einer gewinnt, einer ver­liert. Der Tan­go erzählt es anders – aber nicht so, wie man viel­leicht denkt. Die Rol­len sind hier klar, und sie blei­ben es: Einer führt, einer folgt. Und trotz­dem ist der, der folgt, kein Die­ner. Das Fol­gen ist eine eige­ne Kunst und eine eige­ne Macht. Genau das …

Gewalt gegen Frauen – Versuch einer Deutung

Dunkles Sternenfeld, ein warm-rötlich glühender Knoten mit einem Riss und ein kühler, sich entfernender Knoten, verbunden von einem Band, das zum Ende hin ausfranst – Sinnbild für Trennung und Zusammenbruch.

Vor­weg, und das steht über allem: Die­ser Text erklärt eine Struk­tur, in der sich ein Täter bewegt – kei­nen Grund, der ihn getrie­ben hät­te, und er rela­ti­viert oder ent­schul­digt nichts. Die Ver­ant­wor­tung für Gewalt gegen Frau­en – manch­mal mit töd­li­chen Fol­gen – liegt allein beim Täter, ohne Abzug. Und die hier her­an­ge­zo­ge­nen The­sen sind nur eine Sicht neben ande­ren und …

Die Sehnsucht nach Heimkehr – Odysseus und das Begehren

Dunkles Sternenfeld, eine mäandernde Linie aus kühlen Wegmarken läuft auf einen warm glühenden Zielknoten mit Fadenkreuz zu – Sinnbild für den Umweg, der die Heimkehr trägt.

Die Odys­see trägt ihren Namen nach der Rei­se, nicht nach dem Ziel – und sie endet fast im Augen­blick, in dem Odys­seus ankommt. Das ist kein Zufall, son­dern der Schlüs­sel zum gan­zen Epos. Der Umweg trägt die Geschich­te, nicht das Erreich­te. Es ist die Sehn­sucht nach der Heim­kehr, was im Zen­trum steht. Mit dem Pscho­ana­ly­ti­ker Jac­ques Lacan gele­sen, ist die …

Warum ältere Frauen abgewertet werden – und Männer nicht

Dunkles Sternenfeld, ein leuchtender Bildknoten wird von mehreren kleineren Knoten angeblickt; seine eine Hälfte hell, die andere verdämmernd, ein feiner Riss läuft hindurch – Sinnbild für den Blick, der über Wert entscheidet.

Ein Mann von sech­zig gilt als distin­gu­iert, eine Frau von sech­zig als alt. Glei­ches Alter, gegen­sätz­li­ches Urteil. Sus­an Son­tag hat sich schon 1972 damit beschäf­tigt, war­um älte­re Frau­en abge­wer­tet wer­den und das den dop­pel­ten Maß­stab des Alterns genannt. Aber war­um hat er aus­ge­rech­net die­se Form? Der Psy­cho­ana­ly­ti­ker Jac­ques Lacan erklärt den Mecha­nis­mus dahin­ter. Und Spi­no­za zeigt: Das Urteil sagt mehr …

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