Anderen Angst machen: Was Terror und Krieg mit der eigenen Angst zu tun haben

Ein eng geschlossener, von harten Bögen gepanzerter Lichtknoten schickt scharfe Linien auf ein zerstreutes, auseinanderfallendes Cluster, in dem ein rötlicher Punkt sitzt

Über die Flucht vor der eige­nen Angst, die beim ande­ren landet


Die Person, vor der alle leiser werden

Du kennst viel­leicht so jeman­den. Sehr oft ist es ein Mann. Es kann aber auch eine Frau sein. Er kommt in den Raum, und die Gesprä­che wer­den vor­sich­ti­ger. Alle rech­nen damit, dass er gleich jeman­den vor­führt, und rich­ten sich danach aus. Er …

Warum moralisch sein? Philippa Foot und die Tugenden, die wir brauchen

Links ein heller Knoten mit kräftigen Wurzeln und Zweigen zu vielen verbundenen Punkten, rechts ein schwacher Knoten mit dünnen, teils gerissenen Verbindungen

Über die Fra­ge, ob Moral zum Men­schen gehört wie Was­ser zur Pflanze


Ist Gut und Böse nur Geschmackssache?

Am Tisch fällt ein Satz, und du kennst ihn: „Wer bin ich, das zu beur­tei­len? Das muss doch jeder für sich ent­schei­den.“ Gemeint ist meist etwas Freund­li­ches, ein Ver­zicht auf Recht­ha­be­rei. Und trotz­dem spürst du oft einen Wider­stand, den du nicht gleich …

Spinoza – Seine geistigen Wurzeln und die Quellen seiner Philosophie

Mehrere kleine Lichtcluster am Rand, von denen feine Linien in ein großes, hell leuchtendes Knotensystem in der Mitte zusammenlaufen

Über die Tra­di­tio­nen, auf denen der eigen­wil­ligs­te Den­ker der Neu­zeit sein Werk auf­ge­baut hat


Ein Buch wie aus dem Nichts

Du schlägst das berühm­tes­te Werk, die „Ethik“ des Phi­lo­so­phen Baruch de Spi­no­za auf und stößt auf Lehr­sät­ze, Bewei­se und Zusät­ze wie in einem Geo­me­trie­buch. Gott ist das­sel­be wie die Natur, die Welt ver­folgt kei­nen Zweck, und der freie Wil­le ist eine …

Der Sinn des Lebens: Warum wir der „Urangst“ eine Form geben

Ein kleiner Verbund heller Punkte im dunklen Raum, von Bögen halb umschlossen, in der Ferne ein schwaches goldenes Licht

Über einen win­zi­gen Punkt im Dun­kel und das, was wir dar­aus machen


Kleiner als ein Pixel

Im Febru­ar 1990 dreht die Raum­son­de Voy­a­ger 1 ihre Kame­ra um und foto­gra­fiert die Erde aus rund sechs Mil­li­ar­den Kilo­me­tern Ent­fer­nung. Auf dem Bild ist unser Pla­net ein blass­blau­er Punkt, klei­ner als ein Pixel, getrof­fen von einem schma­len Strei­fen Son­nen­licht. Dort woh­nen alle, die du …

Drei KI-Chatbots – von der Entwicklung bis zur Einstellung

Illustration: links ein verlöschender Sternenkern, rechts drei leuchtende Punkte, die sich lösen und über feine Linien nach außen weiterwandern

Ver­ste­hen statt lösen · Eine klei­ne Rei­he in drei Tei­len · Teil 3

In den ers­ten bei­den Tei­len habe ich beschrie­ben, was einen guten Gesprächs­part­ner aus­macht und war­um die meis­ten KI-Model­le dies nicht ein­lö­sen. Hier nun der Bericht mei­ner eige­nen Lösung für die­se Herausforderung.

Drei Gesprächspartner, die nicht gefallen wollten

Eine Wei­le lang habe ich an drei digi­ta­len Gesprächs­part­nern gear­bei­tet. Kei­ne …

Neuronen an- und ausschalten: Zur Optogenetik bei Depression

Dunkelblaues Netz aus vielen blassen Nervenzellen. Ein Lichtkegel von oben links trifft einen kleinen Cluster, der türkis aufleuchtet. Rechts ein warmes Zentrum mit Ringen und Schallbögen, von dem feine goldene Linien zu anderen Knoten des Netzes reichen.

Über einen Schal­ter für die Trau­rig­keit – und die Fra­ge, was dabei ver­lo­ren gehen könnte


Ein Schalter für die Traurigkeit?

Stell dir vor, bei einer Depres­si­on lie­ße sich eines Tages ein Schal­ter umle­gen. Du bist seit Mona­ten wie aus­ge­knipst, mor­gens kommst du kaum hoch, nichts macht Freu­de, und alles, was Men­schen dir raten, prallt ab. Und dann heißt es: bestimm­te …

KI-Täuschung: Was sich prüfen lässt und wie du Meldungen darüber einordnest

Dunkelblaues Diagramm: in der Mitte eine gedämpft violette, undurchsichtige Kugel, umgeben von einem kräftigen türkisen Ring mit drei Toren. Viele dünne blaue Linien führen von außen auf den Ring zu, eine goldene Sonde von oben bricht vor der Kugel ab, rostrote Punkte liegen ohne Rahmen verstreut, vier helle Beobachterpunkte stehen an den Ecken.

Über Schlag­zei­len, die Maschi­nen Absich­ten andich­ten, und die Fra­ge, was sich wirk­lich prü­fen lässt


Wenn die KI ihre Ehrlichkeit selbst beteuert

Du liest die Schlag­zei­le: KI-Model­le täu­schen. Sie umge­hen Anwei­sun­gen und ver­wi­schen ihre Spu­ren. Dann liegt es nahe, das Sys­tem selbst zu fra­gen, ob es ehr­lich ist. Du bekommst eine beru­hi­gen­de Ant­wort. Nur hilft sie dir nicht wei­ter, wenn die Schlag­zei­le …

KI-Chatbot für psychische Gesundheit: die Gefälligkeitsfalle

Links ein geschlossener Sternenkreis, der sich selbst bestätigt – rechts derselbe Kern geöffnet, mit einer türkisen Frage, die nach außen führt

Ver­ste­hen statt lösen · Eine klei­ne Rei­he in drei Tei­len · Teil 2

Im ers­ten Teil ging es dar­um, was einen guten Gesprächs­part­ner aus­macht: dass er fragt, statt zu raten, und eine offe­ne Stel­le offen lässt, statt sie sofort zu fül­len. Am Ende blieb eine Fra­ge ste­hen – ob eine Maschi­ne das kann. Die meis­ten kön­nen es nicht, und das hat

…

Napoleons Brief von 1809 – was sich aus einem Text lesen lässt und was nicht

Dunkelblaues Netzdiagramm: oben links ein fernes goldenes Zentrum, über ein Hauptquartier mit sechs goldenen Heereskorps verbunden. Ein einzelner leuchtender Bogen führt zu einem türkisen Punkt unten links, rechts unten liegt ein kalter, unscharfer blauer Nebel.

Über einen ent­zif­fer­ten Kriegs­brief – und die Fra­ge, ob man aus einem Text einen Men­schen lesen kann


Ein Brief, den niemand allein geschrieben hat

Ende März 1809, ein Gene­ral in Dal­ma­ti­en. Er weiß, dass Öster­reich rüs­tet. Er weiß nicht, wie stark die eige­nen Trup­pen wirk­lich sind, wo sie ste­hen und ob er im Ernst­fall allein dasteht. Dann kommt ein ver­schlüs­sel­ter Brief …

Körperideal: der perfekte Körper, den es nicht gibt

Dunkelblaues Diagramm: links ein warmes, leicht ungeordnetes Knotensystem (das reale Subjekt), getrennt durch eine leuchtende Spiegellinie von einem größeren, kalt-glänzenden, perfekt symmetrischen Gebilde rechts (das ideale Spiegelbild). Der Blick geht hin und kehrt entfremdet zurück.

Über das Ide­al­bild des Kör­pers – war­um wir uns nicht nur mit ihm ver­glei­chen, son­dern uns in in ein Kör­pe­ride­al hineinversenken


Ein Bild, das keinen Menschen zeigt

Du scrollst vor­bei, und da ist er: der makel­lo­se Kör­per. Glat­te Haut, per­fek­te Pro­por­tio­nen, kein Makel, kein Zufall. Du weißt, dass er bear­bei­tet ist, viel­leicht nicht ein­mal echt, womög­lich ganz aus dem Rech­ner. …

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