Werden wir immer narzisstischer? Was Popsongs verraten

Dunkles Sternenfeld, ein hell glühender Mittelknoten, auf den dünne Linien von kleineren Knoten zulaufen, umgeben von einem zerfallenden Ring – Sinnbild für das laute Ich und das verschwundene Wir.

Eine Stu­die zählt die Wör­ter in den Tex­ten der erfolg­reichs­ten Pop­songs aus fünf­zig Jah­ren und zieht dar­aus ein Urteil über die Kul­tur: Das „ich“ tritt immer häu­fi­ger auf, das „wir“ immer sel­te­ner, also wer­de die Gesell­schaft zuse­hends nar­ziss­ti­scher und selbst­be­zo­ge­ner. Die Süd­deut­sche Zei­tung fasst es in drei Wör­ter: „Ich, ich, ich“. Das klingt sofort plau­si­bel – und genau des­halb lohnt …

„Ich gehöre nicht mehr dazu“

Wenn wir uns aus­ge­schlos­sen füh­len – Was hin­ter dem Satz steckt, den kei­ner laut sagt

Es war ein ganz nor­ma­ler Nach­mit­tag. Ich über­que­re einen Fuß­gän­ger­über­weg – grü­ne Ampel, Vor­rang, alles klar. Ein Auto fährt durch, knapp hin­ter mir. Ich dre­he mich um. Direkt neben mir steht ein Mann, Mit­te fünf­zig viel­leicht, der das Gan­ze gese­hen hat.

Er schüt­telt den Kopf und sagt: …

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