Körperideal: der perfekte Körper, den es nicht gibt

Dunkelblaues Diagramm: links ein warmes, leicht ungeordnetes Knotensystem (das reale Subjekt), getrennt durch eine leuchtende Spiegellinie von einem größeren, kalt-glänzenden, perfekt symmetrischen Gebilde rechts (das ideale Spiegelbild). Der Blick geht hin und kehrt entfremdet zurück.

Über das Ide­al­bild des Kör­pers – war­um wir uns nicht nur mit ihm ver­glei­chen, son­dern uns in in ein Kör­pe­ride­al hineinversenken


Ein Bild, das keinen Menschen zeigt

Du scrollst vor­bei, und da ist er: der makel­lo­se Kör­per. Glat­te Haut, per­fek­te Pro­por­tio­nen, kein Makel, kein Zufall. Du weißt, dass er bear­bei­tet ist, viel­leicht nicht ein­mal echt, womög­lich ganz aus dem Rech­ner. …

Warum ältere Frauen abgewertet werden – und Männer nicht

Dunkles Sternenfeld, ein leuchtender Bildknoten wird von mehreren kleineren Knoten angeblickt; seine eine Hälfte hell, die andere verdämmernd, ein feiner Riss läuft hindurch – Sinnbild für den Blick, der über Wert entscheidet.

Ein Mann von sech­zig gilt als distin­gu­iert, eine Frau von sech­zig als alt. Glei­ches Alter, gegen­sätz­li­ches Urteil. Sus­an Son­tag hat sich schon 1972 damit beschäf­tigt, war­um älte­re Frau­en abge­wer­tet wer­den und das den dop­pel­ten Maß­stab des Alterns genannt. Aber war­um hat er aus­ge­rech­net die­se Form? Der Psy­cho­ana­ly­ti­ker Jac­ques Lacan erklärt den Mecha­nis­mus dahin­ter. Und Spi­no­za zeigt: Das Urteil sagt mehr …

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