Immer noch etwas versäumt

Drei Knoten von links nach rechts: warm-golden und vernetzt bei Eichendorff, kühl-blau und teilweise verbunden bei Goethe, kalt und zerfallen bei Wenders – eine Bewegung ohne Ankommen.

Vom Taugenichts zu Wim Wenders – wie drei Texte zeigen, was mit uns passiert ist

Wil­helm steht allein auf dem Zug­spitz-Pla­teau im Schnee­sturm. Er hat Deutsch­land durch­quert, Men­schen getrof­fen, geliebt, wie­der ver­las­sen. Und jetzt die­ser eine Satz, der alles zusammenfasst:

„Es kam mir vor, als hät­te ich etwas ver­säumt. Als ver­säum­te ich immer noch etwas, mit jeder neu­en Bewegung.“

Das …

Warum Frauen mehr teilen und ihr Abendessen ins Netz stellen

Kleiner goldener Knoten links – der Alltag, das Greifbare. Größerer violetter Knoten rechts – das Unsagbare dahinter. Verbunden durch eine gestrichelte Linie: der Spalt zwischen dem, was gezeigt wird, und dem, was gemeint ist.

Ein Foto von Erb­sen und Fer­tig­nu­deln. Dar­un­ter der Satz: „26 Jah­re Alters­un­ter­schied und ich bin mit sei­nem Kind schwan­ger.“ 4,4 Mil­lio­nen Nut­ze­rin­nen. Das männ­li­che Pen­dant: 42.000. Was erklärt die­sen Unterschied?


Essen und das Unsagbare

Auf Red­dit gibt es ein Forum namens Girl­din­ner­dia­ries. Das Prin­zip ist ein­fach: Frau­en foto­gra­fie­ren ihr Abend­essen — oft karg, schnell zusam­men­ge­stellt, manch­mal absurd — und schrei­ben …

Wege zur Freiheit

Wie kann ich frei werden

Spi­no­za und Lacan im Gespräch – zwei Ant­wor­ten auf eine 2500 Jah­re alte Frage


Eine Inschrift, zwei Welten

„Erken­ne dich selbst“ – gno­thi seau­ton – stand am Ein­gang des Apol­lon-Tem­pels in Del­phi. Ein Weg zur Frei­heit? Sokra­tes hat dar­aus ein gan­zes Lebens­mo­dell gemacht: Erken­ne dei­ne Gren­zen. Wis­se, dass du nichts weißt. In die­sem Nicht­wis­sen liegt, para­do­xer­wei­se, eine Form der Weisheit.

Baruch …

Begehren – oder warum unser Verlangen nie befriedigt wird

Begehren

Ein zen­tra­ler Begriff Jac­ques Lacans – und was er über unser Innen­le­ben verrät


Das Rätsel der Erfüllung

Du hast es dir so sehr gewünscht. Die Stel­le. Die Bezie­hung. Das Haus. Den Urlaub. Die Aner­ken­nung. Und dann war es da – und nach kur­zer Zeit war die­ses Gefühl wie­der weg. Nicht weil die Sache schlecht wäre. Son­dern weil schon das nächs­te …

Wie werden unsere Gefühle von der Vernunft reguliert?

Spinoza Lehrsatz 7

Die­se Aus­sa­ge klingt zunächst selt­sam:: Ein Affekt kann nur durch einen ande­ren Affekt über­wun­den wer­den – nicht durch blo­ßes Nach­den­ken. Ver­nunft allein reicht nicht. Wer je ver­sucht hat, sich aus einer tie­fen Trau­er her­aus­zu­den­ken oder eine hart­nä­cki­ge Angst weg­zu­ar­gu­men­tie­ren, weiß instink­tiv, dass das stimmt. Aber was bedeu­tet das dann – wie regu­lie­ren wir unse­re Gefühle?


Der Satz, der erklärt, warum

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