Das Unheimliche am neuen Stones-Video „In the Stars“

Zwei fast identische Knotensysteme: links der gedämpfte, gealterte Original-Knoten, rechts sein hellerer, schärferer Doppelgänger. Eine flackernde, leicht verzerrte Linie verbindet beide – das Vertraute, das fremd zurückkehrt.

Mick Jag­ger ist 82. Im neu­en Video zu „In the Stars“ ist er Anfang zwan­zig. Das fühlt sich nicht ein­fach nach Nost­al­gie an. Es fühlt sich selt­sam an. Und genau die­ses Gefühl hat einen Namen – schon seit über hun­dert Jah­ren. Freud nann­te es 1919 das Unheim­li­che: das Ver­trau­te, das ver­drängt wie­der­kehrt und gera­de dar­um beun­ru­higt. Wir sehen die jun­gen

Selbstsabotage – warum wir immer wieder dasselbe tun, obwohl wir es besser wissen

**ALT-Text:** Ein roter Zentralknoten mit dichten konzentrischen Ringen, umgeben von sechs Satelliten auf einer geschlossenen Kreisbahn mit Richtungspfeilen – die Schleife der Jouissance, die sich immer wiederholt und nie ankommt.

Selbst­sa­bo­ta­ge – wer kennt das nicht. Man weiß genau, was man tun soll­te. Und tut es trotz­dem nicht. Oder tut das, was man las­sen soll­te, immer wie­der. Das hat einen Namen – und eine Erklä­rung, die tie­fer geht als Willensschwäche.


Das Muster, das sich wiederholt

Du nimmst dir vor, frü­her schla­fen zu gehen. Und scrollst wie­der bis Mit­ter­nacht. Du weißt, …

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