Geburt, Fortpflanzung, Tod – ist das wirklich alles?

Abstrakte Darstellung über den Sinn des Lebens – zwei feste Pole als Geburt und Tod, dazwischen fließende grüne Linien als Sinnbild für Begehren und Lebensstreben auf dunklem Hintergrund

Über einen düs­te­ren Satz von T. S. Eli­ot, das Begeh­ren und Spi­no­zas Gegenentwurf

T. S. Eli­ot lässt in sei­nem Vers­dra­ma „Sweeney Ago­nis­tes“ eine Figur einen Satz sagen, der hän­gen­bleibt. Sinn­ge­mäß: Wenn man alles weg­nimmt, blei­ben nur drei Tat­sa­chen übrig – Geburt, Fort­pflan­zung (Eli­ot spricht von Kopu­la­ti­on) und Tod. Mehr nicht. Gebo­ren wer­den, sich fort­pflan­zen, ster­ben. Das nack­te Gerüst eines Lebens.…

Die Philosophie von Baruch de Spinoza

Baruch de Spinoza

Ams­ter­dam, 1677. Der Linsensc­hleifer Baruch de Spi­no­za stirbt arm, unbe­ach­tet, mit 44 Jah­ren. Sein Haupt­werk erscheint post­hum, anonym, sofort ver­bo­ten. Heu­te gilt Spi­no­za als einer der radi­kals­ten und fol­gen­reichs­ten Den­ker der euro­päi­schen Phi­lo­so­phie. Was hat Baruch de Spi­no­za gedacht – und war­um ist es noch immer unbequem?

Ein Mann, der aus allem herausgeworfen wurde

Spi­no­za wird 1632 in Ams­ter­dam gebo­ren, …

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