Artikel-Schlagworte: „Angst“

Angst essen Seele auf

In den Foren – auch in unserem eigenen von Beratung-Therapie – werden häufig Beiträge veröffentlicht, die etwas mit Angst zu tun haben, ohne dass die Verfasser bzw. Betroffenen sich darüber im Klaren zu sein scheinen. Ich meine: dass sie offenbar nicht wissen, dass es ANGST ist, was sie empfinden bzw. was ihr Symptom bestimmt. Das liegt daran, dass sich Angst oft als etwas Anderes tarnt bzw. versteckt. Es gibt vielfältige Symptome, die als etwas Anderes daher kommen und nicht gleich als Angst identifizierbar sind. Das bekannteste Beispiel sind vielleicht Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken. Wenn also z.B. jemand zu Hause stundenlang die Bücher in seinem Regal sortiert oder kontrolliert, ob die Eingangstür auch verschlossen ist; oder wenn jemand an seinem Körper immer wieder bestimmte schädliche Verrichtungen ausüben muß, wie z.B. Haare reißen oder Fingernägel kauen: dann hat er oder sie einfach Angst.

Oder wenn jemand sich einfach nur “unwohl” fühlt, vielleicht schwindelig und undefinierte Schweißausbrüche bekommt – und nicht “weiß, was los ist” – auch dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er einfach unter einer Angststörung leidet. (weiterlesen…)

Angst und ihre Bedeutung für den Menschen

Heute früh beim Lesen eines Tagesspiegel-Artikels über einen psychologischen Kongreß, der gerade in Berlin stattfindet, habe ich mich ziemlich geärgert: Der Artikel (“Die Geschichte der Angst”) beschreibt u.a. die Einschätzungen schwedischer “Angstforscher” bzw. eigentlich Neurowissenschaftler zum Phänomen “Angst”. Viele Angststörungen, unter denen Menschen leiden, könnten demnach auch entwicklungsgeschichtlich gedeutet werden, so die Wissenschaftler. Unsere Ängste seien demnach eine Art uraltes Programm aus der Steinzeit, wo es sinnvoll war, sich von seinen Gefühlen steuern zu lassen, da diese uns vor Gefahren rechtzeitig warnen würden. Unser Verstand sei dazu viel zu langsam und würde gleichermaßen den Gefühlen (vor allem eben: der Angst) hinterher hinken. Auch auf ein Experiment wurde verwiesen, in dem Versuchspersonen in einem Film angstauslösende Bilder gezeigt wurden, allerdings versteckt, so dass diese nicht wahrnehmbar waren. Dies sollte dann ein Gefühl “unheimlicher Angst” produzieren.

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