Archiv für die Kategorie „Arbeit und Leistung“

Spieltrieb und Realitätsverlust

Wenn ich mir die heutigen Nachrichten zu Gemüte führe und von den 500 Millionen Euro höre, die irgend jemand bei der KfW “aus Versehen” an die pleite gegangene Bank “Lehman Brothers” überwiesen hat – dann fallen mir spontan ein paar Prinzipien ein, die in der Pädagogischen Psychologie oder Erziehungspsychologie eine Rolle spielen: die Lust am Spielen und die Konsequenz, die auf eine bestimmte Handlung erfolgt oder nicht erfolgt. So wird ja an den Schulen für den Unterricht immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, mehr Spiel und Kreativität – z.B. durch erweiterten Sportunterricht, durch Musizieren und Malen usw. – einzuführen. Denn man hat festgestellt: das bringt mehr Spaß und Motivation, und so lassen sich auch die anderen, drögen Inhalte besser vermitteln und lernen. Das gilt für alle Altersstufen – für die ganz Kleinen an den Grundschulen, aber auch für die Älteren an den Gesamtschulen oder Gymnasien. Die andere Geschichte ist die mit der Konsequenz: wenn ein Lehrer inkonsequentes Verhalten zeigt, dann wird er sofort von den Schülern nicht mehr ernst genommen, und er kann im Grunde genommen einpacken. “Ab nach Hause!” müßte man einem solchen Pädagogen zurecht zurufen. Beruf verfehlt. (weiterlesen…)

Das Märchen vom “Bruder Stress” und “Schwester Entspannung”

„Es war einmal ein junger Mann, der ging in die Welt hinaus, um große Abenteuer zu erleben. Er lechzte danach, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen – er wollte es allen zeigen und stolz auf sich sein! Da geschah es, dass er in eine wunderschöne Stadt kam, mit hohen Türmen und Zinnen. Auf denen waren Zeichen angebracht, wie „DB“ oder „BZ“. Da dachte der junge Mann sich: „Hier möchte ich bleiben und zeigen was ich kann!“ Gesagt, getan. Es dauerte nicht lange, und unser junger Held fand eine Anstellung bei einem bekannten Kaufmann, der ihn in die Geheimnisse der Handelskunst einführte. Der junge Mann machte sich prächtig und arbeitete hart. Er liebte seine Tätigkeit und hatte kaum Zeit für andere Dinge. Mit der Zeit jedoch änderte sich etwas in seinem Verhalten. Er wurde unruhig und wirkte etwas gehetzt. Auch konnte er des Nachts nicht mehr richtig schlafen. Eines Tages erwischte er sich dabei, dass er anfing zu klagen, und noch eine Weile später begann er sogar, den Tag zu verfluchen, an dem er in die goldene Stadt gekommen war.

Was war bloß geschehen? Ein alter Mann aus der Registratur, der den Jungen lieb gewonnen hatte, nahm sich seiner an. Er sagte zu ihm: „Mein Sohn, du arbeitest zu hart und du vernachlässigst all die anderen wichtigen Dinge im Leben. Aber das erste, was du brauchst, ist Entspannung! Geh, ich zeige dir jemanden, der dir weiterhelfen kann. Danach wirst du wieder fröhlich ins Geschäft kommen und deine Arbeit brav verrichten!“ (weiterlesen…)

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